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Spotlight im Kino: Spiritualität und Missbrauch

Diskussionen zu Spiritualität aller Art...
     
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TaiChi
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Spotlight im Kino: Spiritualität und Missbrauch

Beitrag #76 von TaiChi » 28.02.2016 22:29

Hallo zusammen,

ein Thema was bei jeder spirituellen Orientierung wichtig ist.
Spiritualität und Missbrauch.
Ich werde mir den Film im Kino anschauen und darüber berichten.
Die Trailer und Kritiken waren sehr spannend.

http://spotlightthefilm.com/

viele Grüße
TaiChi

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Re: Spotlight im Kino: Spiritualität und Missbrauch

Beitrag #79 von Andreas » 29.02.2016 01:54

Hallo TaiChi, danke für den Hinweis.... In bin gespannt auf Deinen Bericht - das ist ein sehr wichtiges Thema!

"Die tägliche Praxis des Dzogchen ist einfach das tägliche Leben selbst.
Wir sind aus uns selbst heraus erleuchtet und es fehlt uns nichts.
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Re: Spotlight im Kino: Spiritualität und Missbrauch

Beitrag #80 von Andreas » 29.02.2016 17:23

Oscar hat gesprochen ;)

Wobei ich mir die Frage stelle, ob "Spiritualität und Missbrauch" und "Religion und Missbrauch" sowie "Kirche und Missbrauch" wirklich deckungsgleiche Themen sind. Meine Definition von "Spiritualität" schliesst Missbrauch in Verbindung mit Spiritualität aus. Religion leistet leider vielen Arten von Missbrauch Vorschub.

Wenn wir von der christlichen Kirche reden, dann ist das Thema sexueller Missbrauch geradezu systemimmanent. Das meine ich deswegen weil Sexualität seit jeher reglementiert und tabuisiert wurde, ganz besonders für Angehörige des Klerus, ohne eine Möglichkeit zu bieten, mit dieser natürlichen Energie umzugehen, wenn man sie nicht ausleben kann. Das führt zwangsläufig zu Schuldgefühlen, weil man es nicht unterdrücken kann und sich deswegen schon als "Sünder" empfindet, wenn nur Gedanken oder Gefühle auftauchen - und dass sie das tun ist aus biologischen Gründen so gut wie für jeden Menschen sicher . Mit diesem schlechten Gewissen, mit dem man fast sicher rechnen kann, ist jemand dann leichter steuerbar bis hin zu massiv manipulierbar. Weil das seit Jahrhunderten zum System gehört, tut sich m.E. auch die Kirche oft so schwer, die Taten aufzudecken, aufzuklären oder gar zu ahnden.
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Re: Spotlight im Kino: Spiritualität und Missbrauch

Beitrag #82 von TaiChi » 02.03.2016 20:26

Hallo,
am Freitag gehts in`s Kino, danach kann ich mehr berichten.

Ich denke das der Film für alles steht, was unter " Religion"- " Spiritualität" läuft.
Je nachdem wie man das für sich definiert oder versteht.

Auch ist es unwichtig, in welchem System man sich bewegt, wichtig ist die Struktur oder das Muster zu erkennen.
Die kath. Kirche bietet sich hier besonder gut an, um solche Strukturen aufzuzeigen.

Viele Grüße

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Re: Spotlight im Kino: Spiritualität und Missbrauch

Beitrag #83 von Andreas » 02.03.2016 21:06

Ich glaube die Definition ist wichtig, um dabei nicht an einander vorbei zu reden. Bei der Unterscheidung von "Religion" und "Spiritualität" orientiere ich mich an der Definition von Ulli Olvedi aus "MO Das Orakel der Tibeter" (S. 16/17):

Ulli Olvedi hat geschrieben:Religion und Spiritualität

Der jetzige Dalai Lama sagte einmal: «Meine Zukunftsvision ist Spiritualität ohne Religion.» Spiritualität bezeichnet einen inneren Weg, der Persönlichkeitsentwicklung und spirituelle Entwicklung umfasst. Die Persönlichkeitsentwicklung strebt einen ausgeglichenen Seinszustand an, der ein gewisses Maß an geistiger Klarheit und Mitgefühl möglich macht. Dann kann man von geistiger Gesundheit sprechen eine Verfassung, die nicht allzu viele Menschen auszeichnet. Die spirituelle Entwicklung geht darüber hinaus, ihr Ziel ist das völlige geistige Erwachen. Für die Gesamtheit des spirituellen Entwicklungswegs braucht man Lehren, die sowohl das logische Denkvermögen als auch die intuitive Erkenntnisfähigkeit anregen, und entsprechend erprobte Methoden der geistigen Schulung.

Religion ist die äußere, kulturgebundene Form sowohl für schamanische als auch für spirituelle Inhalte. Man spricht von «Religion», ungeachtet dessen, ob es sich um animistische und schamanische, um spirituelle oder um beides integrierende Inhalte handelt. Religion umkleidet die Spiritualität wie die Kleider eine Person. Manchmal sieht man vor lauter Kleidern die Person nicht mehr. Manchmal hält man eine reichlich bekleidete Schaufensterpuppe für eine Person, also Sektierer für spirituelle Leute. Religion kann zur harten Schale werden, deren subtiler Inhalt sich verflüchtigt hat wie ein leeres Schneckenhaus. Man kann Religion gebrauchen und man kann sie missbrauchen.

Spiritualität ist Erforschung und Verwirklichung des ursprünglichen, reinen Geistes. Der spirituelle Weg ist etwas, wofür sich ein Mensch aus tiefem Bedürfnis und freiem Willen entscheiden muss. Das kann niemand für ihn tun. Religion ist an bestimmte Kulturen gebunden, Spiritualität nicht. Deshalb können sich Vertreter verschiedener Religionen, wenn sie tatsächlich am spirituellen Weg orientiert sind, ohne Probleme verständigen. Identifizieren sie sich hingegen mit ihrer Religion, ist die Verständigung angesichts der großen Unterschiedlichkeit sehr schwierig.

So gesehen gehört selbst da, wo Spiritualität das ausgesprochene das Ziel einer Gruppierung ist, jegliche Struktur, innerhalb derer Missbrauch betrieben werden kann, zu ihrem "religiösen" Aspekt. Wo mit dem Argument einer "Spiritualität" Missbrauch (z.B. = sich selbst einen Vorteil verschaffen auf Kosten anderer) begründet wird, geht es eigentlich nicht mehr um Spiritualität.

Mir ist klar, dass das nicht unbedingt dem allgemeinen Sprachgebrauch entspricht, aber da ich die Neigung habe, nach dieser Definition zu formulieren, wollte ich es hier etwas ausführlicher einbringen. Ich beharre nicht grundsätzlich darauf, das so zu definieren. ;)
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Re: Spotlight im Kino: Spiritualität und Missbrauch

Beitrag #84 von Andreas » 02.03.2016 21:08

TaiChi hat geschrieben:Auch ist es unwichtig, in welchem System man sich bewegt, wichtig ist die Struktur oder das Muster zu erkennen.

Du hast recht, Strukturen und Muster, die Missbrauch ermöglichen, findet man in jeder Religion. Es drückt sich immer anders aus, und natürlich ist das nicht die Regel, aber es wäre naiv zu glauben irgend eine Religion wäre dagegen grundsätzlich immun. Schliesslich wird sie immer von Menschen gemacht.
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Re: Spotlight im Kino: Spiritualität und Missbrauch

Beitrag #85 von Andreas » 03.03.2016 12:55

Hab noch ein gutes Zitat gefunden:
Shereen El Feki hat geschrieben:"Sexualität ist das, was uns als Menschen zentral ausmacht. Sie durch Berufung auf eine höhere Autorität zu kontrollieren, ist also eine verdammt gute Möglichkeit, um Macht auszuüben - das hat der Islam erkannt, wie auch schon andere Religionen. Konservative Auslegungen des Christentums oder des Hinduismus funktionieren da genauso."

http://www.spiegel.de/kultur/gesellscha ... 72533.html
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Re: Spotlight im Kino: Spiritualität und Missbrauch

Beitrag #88 von TaiChi » 20.03.2016 19:17

Hallo zusammen,

nun ich war im Film und kann darüber berichten.

Der Film beschreibt das Spotlight-Team, eine Gruppe Journalisten des Boston-Globe , die sich mit investigativen Journalismus beschäftigt. Es gab mehrere Hinweise über Mißbrauchsvorwürfen von katholischen Geistlichen, den Hinweisen wurde nicht nachgegangen. Nachdem es einen neuen Eigentümer und damit neuen Abteilungsleiter des Boston Globe gab, wurden diese Hinweise aufgenommen und untersucht. Das ganze zieht sich etwas in die Länge und ist durch das Thema zwar nicht langweilig aber auch nicht spektakulär spannend. Sehr gut wird aufgezeigt welche Widerstände und welchen Einfluß die kath. Kirche in Boston hat.

Irgendwie ist das Thema in Deutschland in den Medien nicht mehr präsent und es entsteht der Eindruck, alles ist gut oder wird gut.
Nun das erschreckende am Film ist die Übersicht, in welchem Ausmaß es diese Mißbrauchsvorfälle nur allein in den USA gegeben hat. Das müssen zehntausende Fälle über die Jahre gewesen sein.

ALLE hohen Entscheidungsträger der katholischen Kirche , inklusive dem Papst waren über diese Mißbrauchsvorfälle informiert und das über Jahre hinweg.
Es wurde mit Geld, Rechtsanwälten und politischen Einfluss alles von Seiten der Kirche unternommen um diese Vorfälle zu vertuschen.

Das war im Jahre 2001 - 2002. In Deutschland gab es ähnliche Vorfälle. Ein paar Tage nach meinem Kinobesuch sah ich einen Bericht über die "Augsburger Domspatzen". Auch hier gab es Missbrauchsvorfälle und die Kirche ist sein ca. 5 Jahren damit beschäftigt das Thema aufzuarbeiten. Genau wie in Boston wird hier auf Zeit gespielt. Es scheint mittlerweile Gesprächsbereitschaft der kath. Kirche zu geben. Erschreckend, anscheinend gibt es von Seiten des Gesetzgebers - Staatsanwaltschaft keinen Druck dieses Vorfälle aufzuklären. In den Medien ist das auch nicht mehr präsent.

Alles in Allem, ein Thema das in Vergessenheit geraten ist.
Viele Grüsse

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Re: Spotlight im Kino: Spiritualität und Missbrauch

Beitrag #89 von Andreas » 20.03.2016 19:24

Danke für Deinen Bericht @TaiChi :)
Ich habe den Film leider noch nicht gesehen, werde das aber noch nachholen. Immerhin wird durch so einen Film das Thema wieder mal an die Öffentlichkeit gebracht.

Was Du erzählst bestätigt auch meinen Eindruck für Deutschland. Ich habe in meinem Studium mal nebenbei für eine Diakonie gearbeitet. Da gab es interne Gerüchte über einen Mitarbeiter ausgerechnet bei einer Streetwork-Stelle für Jugendliche. Auch da bemerkte man, dass zwar intern getuschelt wurde, die Vorwürfe auch der Leitung bekannt waren, aber niemand etwas unternommen hat, um keinen Skandel zu erzeugen. Will sagen, das beschränkt sich vermutlich nicht nur auf die katholische Kirche.
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Re: Spotlight im Kino: Spiritualität und Missbrauch

Beitrag #92 von Andreas » 22.03.2016 14:39

So, jetzt habe ich den Film auch endlich gesehen... Sehr gut gemacht, man war nicht auf Effekte aus oder Sensations-Heischerei, sondern hat sich auf die Schwierigkeiten in der Ermittlungsarbeit der Journalisten konzentriert. Das Leid der Betroffenen wurde indirekt sichtbar und fühlbar gemacht, nie auch nur im Ansatz direkt filmisch gezeigt. Stellvertretend für den Zuschauer zeigt vor allem einer der Journalisten starke Gefühle der Wut und Ohnmacht, in Anbetracht dessen, was sich da Stück für Stück offenbart und welche Tragweite das ganze Geschehen hat. Allein, dass die jetzt erwachsenen Betroffenen "Überlebende" genannt werden, weil so viele davon sich irgendwann umgebracht haben....

Sehr deutlich wird aus dem Bericht eines Betroffenen, wie wirklich gerade eben das besondere Ansehen und die besondere Stellung der Priester in der Gemeinde ihnen den Weg zu den Kindern gebahnt hat. "Es war, als wenn Gott sich für mich persönlich interessieren würde..." "Die Priester sind nicht alle schwul, der Hauptgrund dafür, dass mehr Jungen als Mädchen betroffen sind, ist dass da die Scham größer ist und die Gefahr noch geringer ist, dass sie oder die Angehörigen reden..."
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Re: Spotlight im Kino: Spiritualität und Missbrauch

Beitrag #93 von Andreas » 26.03.2016 20:02

Bistum Würzburg: Frau beschuldigt Missbrauchsbeauftragten des Missbrauchs

Eine heute 44-Jährige erhebt nach SPIEGEL-Informationen schwere Vorwürfe gegen einen ehemaligen Missbrauchsbeauftragten des Bistums Würzburg: Er soll sie 1988 zu sexuellen Handlungen gezwungen haben.

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/w ... 84133.html
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Re: Spotlight im Kino: Spiritualität und Missbrauch

Beitrag #104 von TaiChi » 10.04.2016 23:20

Ja Andreas, ich denke der Film ist sehenswert.
Wem er zu lang ist, kann sich Anfang und Ende anschauen, dazwischen stehen die Recherche und die Schwierigkeiten. Wichtig ist die Message. Ich habe auch den Eindruck, in Deutschland überwiegt die Mentalität nichts öffentlich zu machen. Deswegen hört man wenig oder nichts mehr zu dem Thema.
Andere Art von Machtmissbrauch gibt es jede Menge, jetzt ganz aktuell die " Panama Papers "
Ich habe auch schon oft genug bei Arbeitgebern gemerkt, das Mißstände ganz offen bekannt sind und nichts unternommen wird.
Ganz ähnlich in Sportvereinen oder Freundeskreisen.
Selbst das Management möchte sich hier die Finger oft nicht verbrennen. Denn wer ein heißes Eisen anfässt, der ist erstmal alleine und wenn er sich die Finger verbrennt steht er oft als Buhmann da.
Gruss
TaiChi

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Re: Spotlight im Kino: Spiritualität und Missbrauch

Beitrag #139 von Andreas » 29.05.2016 13:04

Ob das jemals besser wird? Dass es passiert ist eine Sache, aber die Vertuschung und Lügen, das setzt dem Ganzen noch die Krone auf...
http://www.spiegel.de/panorama/gesellsc ... 90487.html

Daraus (es geht um Vorfälle bei der "Piusbruderschaft"):
"Die Reaktion kam spät, denn: Der tatverdächtige Geistliche war seit Jahren als potenzielles Risiko bekannt. Schon 2005 wurde er in seinem Heimatland, der Schweiz, wegen Pädophilie in einem kanonischen Verfahren angeklagt und 2006 wegen Mangels an Beweisen freigesprochen. Der Priester habe seitdem ein "limitiertes und überwachtes Apostolat" ausgeübt, schreibt die Piusbruderschaft auf Anfrage. Dennoch wurde der Geistliche kurz darauf ausgerechnet an das Internat in Brüssel berufen. Und übernahm die Nachtaufsicht bei den Grundschülern."

Was auch auffällt, unabhängig von der Religion, ist dass Missbrauch (jeglicher Art) häufiger und krasser wird, je strenger und fundamentalistischer die Denkweise im Umfeld ist. Und genau dann ist das Bild nach Aussen offensichtlich meist wichtiger als das Wohl der Menschen.
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Re: Spotlight im Kino: Spiritualität und Missbrauch

Beitrag #141 von Samten » 30.05.2016 08:50

wobei man sich schon fragen sollte, wozu man den Begriff der "Spiritualität" da noch mit "einbezieht"....er dient ja nicht mal als "Deckmäntelchen".....zumindest nicht beim bisher geschilderten.

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Re: Spotlight im Kino: Spiritualität und Missbrauch

Beitrag #142 von Andreas » 30.05.2016 11:51

Das kommt halt darauf an, wie man "Spiritualität" definiert. Wie schon anfangs gesagt ist ja meine Definition enger...

Religion spielt hier schon eine entscheidende Rolle, das wird deutlich wenn man den ganzen Artikel liest:
"In der Piusbruderschaft lernt man, die Geistlichen zu verehren", sagt sie. "Rede nie schlecht über einen Priester, vertraue ihm, zeige Respekt." Es habe sie viel Zeit gekostet, die Augen zu öffnen. "Ich war wie ein Kind, das seinen Eltern vertraut. Es erwartet niemals, dass sie ihm Böses wollen. Wir sind doch wie eine große Familie." Heute will die Klägerin nur noch eins: Verhindern, dass der Priester wieder mit Kindern arbeitet. (Quelle: SPON, siehe oben)

Hier wird die Stellung als Priester ausgenutzt, man "erwartet niemals, dass sie ihm Böses wollen"... Das verschärft letztlich auch die Traumatisierung, u.Umst. ist das noch schlimmer, als wenn es ein Elternteil tut, weil es nicht nur Beziehungen vergiftet sondern auch noch den Zugang zur Religion und Spiritualität.
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